Auf dem Handy sieht ein Foto gut aus. Im fertigen Buch wirkt es plötzlich unscharf oder viel dunkler als erwartet. Solche Enttäuschungen lassen sich nicht immer vollständig vermeiden, aber mit einer guten Vorbereitung deutlich besser erkennen.

Entscheidend ist nicht nur, welches Dateiformat ein Bild hat. Auch die ursprüngliche Aufnahme, die vorhandenen Bilddetails, die Größe im Layout und der Export beeinflussen das Ergebnis.

Sammelt möglichst die Originaldateien

Bittet euren Jahrgang, Fotos möglichst direkt aus der ursprünglichen Aufnahme bereitzustellen. Ein Screenshot aus einem Chat oder ein heruntergeladenes Vorschaubild ist nicht dasselbe wie das Original.

Bewahrt die ursprünglichen Dateien auf und arbeitet bei Bearbeitungen mit Kopien. So könnt ihr später auf eine bessere Fassung zurückgreifen, wenn ein Bild doch größer eingesetzt werden soll.

Starke Komprimierung kann sichtbare Details kosten. Beim JPEG Format werden zur Verringerung der Dateigröße Bilddaten verworfen. Wie deutlich sich das auswirkt, hängt unter anderem von der gewählten Qualität ab. Adobe erklärt das Speichern und Komprimieren von Bildern.

Achtet auf die Größe im fertigen Layout

Ein Bild, das in einem kleinen Steckbrief gut funktioniert, muss nicht auch für eine ganze Seite geeignet sein. Je größer ihr dieselbe Datei platziert, desto stärker werden vorhandene Schwächen sichtbar.

Auch ein enger Bildausschnitt nutzt nur einen Teil der ursprünglichen Aufnahme. Prüft deshalb die tatsächlich verwendete Version und nicht nur das unbeschnittene Original. Für den Druck ist die Auflösung bezogen auf die geplante Ausgabegröße wichtig. Adobe erläutert den Zusammenhang zwischen Bildauflösung und Druckausgabe.

Eine große Datei ist nicht automatisch ein gutes Foto

Achtet beim Durchsehen auf das Motiv selbst. Ist die Person scharf? Sind Gesichter ausreichend hell? Ist das Bild verwackelt? Wurde stark vergrößert oder nachgeschärft?

Ein unscharfes Ausgangsbild wird nicht allein dadurch besser, dass ihr es unter einem anderen Dateinamen oder in einem anderen Format speichert. Auch das Ändern einer Auflösungsangabe stellt verlorene Bilddetails nicht wieder her.

Wenn ihr zwischen mehreren Aufnahmen wählen könnt, bevorzugt die klar erkennbare Variante. Manchmal ist ein kleiner eingesetztes Bild die bessere Lösung als eine unscharfe Aufnahme über eine ganze Seite.

Prüft die endgültige Datei

Kontrolliert eure Bilder nach dem Export als Abifix-Druckvorschau noch einmal. Die Ansicht im Gestaltungsprogramm und die tatsächlich erzeugte PDF sind nicht zwingend identisch.

Prüft besonders die großen Fotos, Gruppenbilder und stark zugeschnittenen Motive. Ein Ausdruck einzelner kritischer Seiten in der vorgesehenen Größe kann bei der Einschätzung helfen. Ein gewöhnlicher Bürodrucker ist allerdings kein verbindlicher Nachweis für die späteren Farben und die konkrete Druckproduktion.

Kurze Kontrolle vor der Freigabe

  1. Liegt möglichst die Originaldatei vor?
  2. Ist das Hauptmotiv scharf und gut erkennbar?
  3. Passt die Qualität zur verwendeten Bildgröße?
  4. Sind wichtige Personen oder Details beim Zuschneiden erhalten geblieben?
  5. Sieht das Bild auch in der exportierten Datei richtig aus?
  6. Ist geklärt, ob ihr das Foto veröffentlichen dürft?

Zum letzten Punkt findet ihr weitere Hinweise in unserem Artikel Abizeitung und Recht.

Eine kleine gemeinsame Bildkontrolle vor der Freigabe lohnt sich. Wenn mehrere Personen auf die kritischen Seiten schauen, fallen Probleme oft auf, die beim Gestalten längst übersehen wurden.