Steckbriefe gehören zu den persönlichsten Seiten einer Abizeitung. Sie zeigen, wer hinter den Namen steckt, welche Erinnerungen bleiben und worüber ihr gemeinsam lachen könnt. Dafür braucht es keine möglichst lange Fragenliste. Entscheidend ist eine Mischung, bei der unterschiedliche Persönlichkeiten etwas erzählen können.

Wenn alle nur Lieblingsfach, Lieblingsfarbe und Berufswunsch eintragen, ähneln sich die Seiten schnell. Mit konkreten Fragen bekommt ihr Antworten, die auch einige Jahre später noch Spaß machen.

Welche Fragen passen zu eurem Jahrgang?

Überlegt zuerst, was eure Steckbriefe leisten sollen. Wollt ihr vor allem gemeinsame Erinnerungen festhalten? Sollen die Seiten besonders lustig sein? Oder möchtet ihr zeigen, was euch außerhalb der Schule beschäftigt?

Eine gute Auswahl verbindet mehrere Bereiche: ein paar persönliche Angaben, Erinnerungen an die Schulzeit und einen Blick in die Zukunft. Ergänzt dazu eine offene Frage, bei der alle selbst entscheiden können, was sie erzählen möchten.

Als Ausgangspunkt reichen etwa acht bis zwölf Fragen. Probiert die Auswahl erst im Komittee aus. So merkt ihr früh, welche Fragen verständlich sind und welche Antworten zu ähnlich werden.

Eine Fragenliste zum Kopieren

Diese Vorlage könnt ihr übernehmen und an euren Jahrgang anpassen. Nicht jede Frage muss verpflichtend sein. Eine freiwillige Antwort ist besser als ein ausgefülltes Feld, in dem nur „Keine Ahnung“ steht.

Textvorlage

Fragen für euren Steckbrief

  • So nennen mich meine Freunde:
  • Drei Wörter, die mich beschreiben:
  • Mein Lieblingsmoment aus unserer Schulzeit:
  • Lustige Geschichte aus dem Unterricht:
  • Diesen Satz habe ich während der Schulzeit viel zu oft gesagt:
  • Ohne das hätte ich die Oberstufe nicht geschafft:
  • Meine größte Überraschung in der Schulzeit:
  • Darauf freue ich mich nach dem Abi:
  • Ich in zehn Jahren :
  • Diesen Tipp würde ich meinem jüngeren Ich geben:
  • Das werde ich an unserem Jahrgang vermissen:
  • Das möchte ich euch noch mitgeben:

Lustige Fragen ohne unangenehme Antworten

Humor funktioniert besonders gut, wenn Menschen über sich selbst erzählen können. Fragen wie „Was war deine kreativste Ausrede?“ oder „Welcher Gegenstand aus deinem Schulranzen hätte eine eigene Geschichte verdient?“ lassen Raum für persönliche Erlebnisse.

Weniger geeignet sind Fragen, die andere bloßstellen oder jemanden zu sehr privaten Angaben drängen. Auch eine lustig gemeinte Antwort kann für die genannte Person unangenehm sein. Fragt im Zweifel nach und gebt allen die Möglichkeit, eine Formulierung vor dem Druck ändern zu lassen.

Persönliche Fragen mit mehr Erinnerungswert

Für besondere Antworten helfen konkrete Situationen. „Was war schön?“ ist sehr offen. „An welchen Moment auf unserer letzten Klassenfahrt wirst du dich noch lange erinnern?“ gibt eine Richtung vor.

Auch diese Fragen können funktionieren:

  • Welcher kleine Moment oder welche Person hat deinen Schultag regelmäßig besser gemacht?
  • Was hast du in der Schulzeit über dich selbst gelernt?
  • Welche Begegnung hat dich besonders geprägt?
  • Wofür bist du deinem Jahrgang dankbar?

Nehmt nicht nur Fragen auf, die lange Geschichten verlangen. Kurze Antworten und ausführlichere Erinnerungen ergeben zusammen einen angenehmen Rhythmus.

Denkt beim Sammeln schon an die Gestaltung

Bei Abifix wird euch die Arbeit erspart die gesammelten Antworten mühsam in jede Seite zu kopieren. Ihr könnt bei der Vorlage im Abifix Layout-Creator direkt die Größe des Antwort-Felds anpassen. Legt also vorab fest, wie viel Platz die Antworten ungefähr bekommen. Ein kurzer Hinweis wie „Bitte zwei bis drei Sätze“ hilft mehr als eine sehr strenge Zeichenvorgabe. Plant bei längeren Fragen entsprechend mehr Raum ein. Bei Abifix sehen die Schüler jedoch auch ihren fertigen Steckbrief in der Vorschau, das hilft extrem um zu lange Antworten von Vorhinein zu vermeiden.

Einigt euch außerdem auf eine Schreibweise für Namen und klärt, welches Foto verwendet werden soll.

Wie ihr Texte und Bilder zu einem stimmigen Layout zusammenführt, erklärt unser Artikel über Programme und Gestaltungsmöglichkeiten für eure Abizeitung. Hinweise zum Umgang mit Fotos und persönlichen Angaben findet ihr im Artikel Abizeitung und Recht.